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::: Zuckerspeicherhof

Im Kern geht die Bebauung des Hofes auf das 16. Jahrhundert zurück. Die heute vorhandenen Gebäude lassen sich auf das 16. bis 19. Jahrhundert datieren. Im westlichen Teil ist Ende das 18. Jahrhunderts ein dreigeschossiger Speicher mit Ladeluken entstanden.

 

Hier hatte zunächst der Zuckersieder D. Harries gearbeitet, der vormals einen kleineren Betrieb in der Angelburger Straße besessen hatte. Er war dort ab den 1760er Jahren alleine tätig; nur ab und zu wurde eine zusätzliche Arbeitskraft eingestellt. Möglicherweise zog er 1783 in die Große Straße um.

 

Diesen neuen Betrieb verkaufte seine Witwe um 1800 an Hans Petersen Schmidt (1776-1843), der auch die Zuckersiederei seines Vaters geerbt hatte. Zusammen mit Andreas Christiansen jun. und Carl Georg Brix (seit 1811 in der Zuckerproduktion tätig) stellten sie kontinuierlich die größten Mengen an Zucker, Sirup und Kandis her. Gleichzeitig erwarb H. Petersen Schmidt eigene Schiffe für die Westindienfahrt und begann ab 1819 einen umfangreichen Kolonialwarengroßhandel aufzuziehen.